Mittelschule Niederviehbach

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Milchwirtschaft im Wandel der Zeit


Am vergangenen Donnerstag war die achte Klasse der Mittelschule Niederviehbach zu Gast  in Hörglkofen. Im Rahmen des AWT-Unterrichts vertauschte man das Klassenzimmer mit dem Vorzeigekuhstall der Familie Holzner.

Mit vielen Fragen im Gepäck wurden die Schüler mit ihrer Lehrerin Martha Spann von Frau und Herrn Holzner herzlich empfangen. Herr Holzner erzählte zuerst über die Geschichte seines Hofes und wies auf die rasanten Veränderungen hin, die die Bauern heutzutage stemmen müssen. So ist es für ihn keineswegs selbstverständlich, dass sein Sohn die Landwirtschaft einmal weiterführen wird. Nach diesen nachdenklich stimmenden Worten startete man den Rundgang durch seinen Betrieb. Erste Station waren die kleinen Kälber, die sich in ihren Boxen sichtlich wohl fühlten und die eine oder andere Schülerhand neugierig ableckten. In der nächsten Stallung konnte man gut verfolgen wie aus dem Kindergarten  ansehnliche Jungrinder wurden.  „Hier werden auch die männlichen von den weiblichen Tieren getrennt“, so Holzner.  Nächster Halt war der Maschinenpark des Hofes, wo so mancher Junge große Augen bekam.  Den Mädchen hatte es allerdings mehr der angrenzende Hasenstall angetan. Auf dem weiteren Weg  wurde den Schülern die Funktionsweise der Futtermischanlage und die Bedeutung des großen Güllebeckens erklärt.

Über die moderne Melkanlage, in der 16 Tiere gleichzeitig abgemolken werden können und den angrenzenden Tankraum, in dem die Milch  bei 4° Celsius gelagert wird, bis es in die Molkerei kommt, erreichte man schließlich das Herzstück des Holzner - Hofes -  den vor einigen Jahren neu gebauten Rinderstall. 70 Milchkühe finden in diesem lichtdurchfluteten Liegeboxenlaufstall Platz.

Nur auf Grund der vielfältigen Rationalisierungsmaßnahmen in diesem Stall ist es für Herrn Holzner möglich, zusammen mit seiner Frau und der tatkräftigen Unterstützung seiner Eltern, den Hof in dieser Größenordnung zu bewirtschaften.

Natürlich macht die „Arbeit“ auf dem Bauernhof hungrig und deshalb lud Frau Holzner die beeindruckten Schüler auf eine kleine Brotzeit ein. Hier erfuhren sie noch, dass auf den Feldern Getreide und Mais angebaut wird und dass jeder Bauer verantwortungsvoll mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln umgeht.

„Wer allerdings viel Freizeit will und nebenbei noch gut verdienen, für den ist Bauer der falsche Beruf“, so die abschließenden Worte von Herrn Holzner.

Die Schüler bedankten sich für diesen überaus interessanten und informativen Vormittag und machten sich, noch mit Yoghurt und Trinkschokolade beschenkt, auf den Heimweg.

 

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