Mittelschule Niederviehbach

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9. Klasse besucht die Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Dachau


„Aus der Vergangenheit lernen“ – unter diesem Motto stand die Exkursion der 9. Klasse mit ihrem Klassleiter Simon Hackl zur KZ-Gedenkstätte in Dachau. Auf dem ehemaligen Lagergelände wurde bei einer dreistündigen Führung erläutert, dass in Dachau ab 1933 politische Gegner des NS-Regimes inhaftiert wurden. Eindrucksvoll wurde verdeutlicht, welche Entbehrungen und entwürdigende Lebensbedingungen für die Häftlinge auf der Tagesordnung standen. Bis zur Befreiung des Lagers im Jahr 1945 durch die Amerikaner wurden in Dachau tausende von Menschen – unter ihnen auch zahlreiche Juden – als Zwangsarbeiter versklavt, schikaniert und gefoltert. Über 40 000 Menschen fanden im Lager den Tod, die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Auch Exekutionen fanden in der Nähe des Krematoriums statt. Bei ihrem Rundgang folgten die Schüler dem Weg, den auch die Häftlinge einst gingen. Von den Bahngleisen durch das Tor mit der berüchtigten Aufschrift „Arbeit macht frei“ zum Appellplatz. Anschließend stand der so genannte „Bunker“ auf dem Plan, in dem oft willkürlich Gefangene gefoltert un Monate in völliger Dunkelheit stehend in Einzelhaft eingesperrt waren. Weiter ging es an den zahllosen Baracken vorbei, in denen die Insassen eng zusammengepfercht unter mangelhaften hygienischen Bedingungen lebten, wenn sie nicht bis zu 14 Stunden schuften mussten. Große Betroffenheit löste die Besichtigung des Krematoriums aus. Von dieser  Exkursion nahmen die Schüler einen bedeutenden Satz von Max Mannheimer als Holocaust-Überlebenden mit:„Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“

 

 

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